Irgendwie ist mir gerade der Appetit vergangen, als ich beim essen auf der Stern.de gelesen habe, dass die Missbrauchsfälle am Canisius-Gymnasium verjährt sind und es deswegen wird das ganze zu den Akten gelegt. Das Problem was ich darin sehe, mal davon ab, dass ich es nicht verstehen kann, dass solche Fälle verjähren, ist die Qual die den Opfern damit noch einmal bereitet wird. Da haben sie sich nun dazu durchgekämpft, dass sie über das was ihnen dort passiert ist sprechen und das auch noch öffentlich machen und nun wird ihnen jegliche Aufklärung verwehrt. Als Opfer fühlt man sich dann eventuell wieder nicht ernst genommen und, was mir auch noch im Kopf bleibt, ist die Frage, was passiert mit den Tätern.
Da die Taten verjährt sind werden diese ja nun nicht belangt. Ich weiß jetzt nicht genau ob die Beschuldigten noch ihren Tätigkeiten an diesen Schulen oder anderen Schulen nachgehen, aber ich für mein Teil kann mir das bei einer kirchlichen Institution leider nur zu gut vorstellen, zumindest entspricht das meinen Erfahrungen mit diesen. Da wird das ganze dann möglichst schnell unter den Teppich gekehrt und die Leute halt “Straf”-versetzt an eine andere Schule, eventuell in ein anderes Land, aber wirklich was passieren wird nicht.
Das sich unter diesen Vorraussetzungen die Opfer schwer tun über das was ihnen passiert ist zu sprechen und somit eventuell anderen Kindern diese Erfahrungen zu ersparen, kann ich nur zu gut verstehen. Es ist ein Kampf mit sich selbst und dem was einem passiert ist und wenn das ganze dann von der Öffentlichkeit mit einem Kopfschütteln wieder weggeschoben wir,d fragt man sich wofür man eigentlich gekämpft hat.
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