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Apr
15
2009

Ich darf das, ich bin Jude – Buchempfehlung

Ich bin mal, bei einem völlig Sinnfreien IRC Gespräch auf das Buch “Ich darf das, ich bin Jude” von Oliver Polak gestoßen und hab ich es mir dann einige Zeit später, als ich mal wieder beim Buchhändler meines Vertrauens rumgestolpert bin, bestellt.

Mich hat schon der Klappentext zum grinsen gebracht und da ich auch gerne mal was lese bei dem ich einfach nur Herzhaft lachen kann, hatte ich gehofft hier nichts falsch zu machen. Wenn man dann auf den ersten Seiten schon liest:

“Lassen Sie uns ganz unverkrampft miteinander umgehen. Ich meine: Wie lange ist diese dumme Geschichte jetzt her? Über 60 Jahre, oder? Treffen wir doch für die Dauer der Lektüre folgende Vereinbarung: Ich vergesse die Sache mit dem Holocaust – und sie verzeihen uns Michel Friedman.”

mußte ich dann doch schon gut lachen. Wenn Oliver Polak dann in seinem Buch noch beschreibt, wie er selber seine Jugend in einem kleinen Ort im Emsland erlebt hat und dabei seine Verbundenheit mit Alf und dem Papst erklärt kann man eigentlich gar nicht anders als zu lachen. Man sollte nur nicht zu politsch korekt sein. Das könnte bei der Lektüre dieses Buches eventuell ein wenig Hinderlich sein. Schlechtes Gewissen ist auch kein guter Grund für den Kauf dieses Buches, dafür sollte man sich, wie vom Autor angeregt lieber ein zweites Exemplar zulegen, dass kann man dann unangerührt so im Bücherregal positionieren, dass es jeder Besucher sofort sehen kann.

Aber das Buch ist nicht nur zum lachen, so klärt der Autor auch auf, was der Unterschied zwischen dem Pascha und Viva ist. Da werden sicher viele sich noch wunder, wie es damals in Köln zugegangen ist, oder aber wie das leben in einem jüdischen Internat in England wirklich ist. Wer also mal was zum lachen haben möchte, während man das gute Wetter auf dem Balkon genießt ist mit diesem Buch richtig beraten.